Motorradtour Südnorwegen


9. Tag

Warum ist es so hell hier in unserer Hütte? Ein wenig verwirrt krabble ich aus meinem Schlafsack und schaue aus dem Fenster. Da scheint ja die Sonne!?!

Also wirklich, dass ich das noch erleben darf…

Heute Morgen also mal blauer Himmel und Sonnenschein. Ansonsten ist alles das gleiche bei mir. Ja, bei mir und nicht bei uns. Heute ist nämlich Trennung angesagt. Während meine beiden Reisegefährten noch einige Tage hier in Norwegen bleiben, mache ich mich heute auf nach Dänemark. Mein Bruder hat oben im Norden ein Ferienhaus gemietet, dort werde ich ihn besuchen. Also packe ich heute meine Sachen allein. Auch mein Motorrad belade nur ich. Johannes und Markus werden noch für eine weitere Nacht hier bleiben. Heute wollen sie nach Heddal, die dortige Stabskirche besuchen.

Mein Weg ist einfach: Immer auf der 9 Richtung Süden. Wahnsinnig spannend ist das leider nicht. Kaum Kurven, kein auf und ab, keine spektakulären Aussichten. Dafür ist das Wetter Klasse. Und das lockt auch die Norwegischen Motorradfahrer raus auf die Straße. Schließlich ist heute Sonntag. Und so werde ich regelmäßig überholt von denen, die es eiliger haben als ich. Und überhole meinerseits all die, die es langsamer angehen lassen. Um wenigstens eine kleine Abwechslung zu haben, mache ich einen kurzen Stopp am Reiårsfossen. Das ist zwar nur ein "Wasserfällchen" im Vergleich zu vielen anderen, die ich in den letzten Tagen hier in Norwegen gesehen habe, aber immerhin kann ich dabei eine Tasse Tee trinken und den vorbeihuschenden Motorradfahren zuwinken.




-> Kleine Pause am Reiårsfossen.


Kurz darauf halte ich an einer Tankstelle und gebe dort meine letzten Norwegischen Kronen aus. Viel zu früh erreiche ich dann Kristiansand. Es bleibt noch genug Zeit für einen kleinen Spaziergang durch die Fußgängerzone der Stadt. Zwar haben die Geschäfte heute zu, aber ich setze mich auf eine der vielen Bänke, trinke Tee und nasche ein paar Kekse, die ich mitgenommen habe. Dann mache ich mich auf den Weg zum Hafen. Das einchecken ist problemlose Routine, dann stehe ich in der langen Reihe mit einigen Autos und ganz vielen Wohnmobilen. Alle schauen wir zu, wie sich die gerade aus Hirtshalts angekommene Fähre leert. Es sind überwiegend Wohnmobile, die das Schiff verlassen. Eine ganze Armada aus allen möglichen Ländern Europas fallen in Norwegen ein und ich bin durchaus nicht böse, dass ich diese nun nicht vor mir auf der Straße habe.

Schließlich ist die Fähre leer und nun dürfen wir fahren. Ich bin der einzige Motorradfahrer, trotzdem darf ich als erster auf das Schiff. Schnell ist die Maschine mit den Gurten befestigt. Danach mache ich mich auf an Deck. Es dauert nicht lange, dann legen wir ab. Einen letzten Blick werfe ich auf Kristiansand, auf Norwegen.




-> Ein letzter Blick auf Kristiansand.




-> Wir starten durch Richtung Dänemark.


Was für ein merkwürdiger Urlaub. In den letzten Jahren hatten wir auf unseren Touren immer sehr viel Glück mit dem Wetter gehabt. Dieses Jahr war es eben anders. Ich denke, ich kann damit leben. Vor allem dann, wenn es im nächsten Jahr wieder trocken und warm ist. Egal, wohin es uns dann ziehen wird...

Pünktlich um 17:15 Uhr erreichen wir Hirtshalts. Von hier aus sind es nur rund 35 Kilometer bis Løkken, wo ich die nächsten Tage verbringen werde.




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