Motorradtour Irland 2014


-> 3. Tag

Aus der Dusche kommt nur eiskaltes Wasser, unsere Frühstücksteller haben wir dreimal gespült, bevor wir sie benutzt haben (Ekelfaktor lässt grüßen), und dann fängt es auch noch an zu regnen… Ganz ehrlich, ich bin nicht traurig, als wir gegen 9:30 Uhr dem Hostel und auch Donegal dem Rücken zukehren. Andi‘s mürrischer Blick begleitet uns noch bis zum Ausgang, dann sitzen wir auf und machen, dass wir hier fort kommen. Zugegeben: Das Schloss hier in Donegal soll recht schön sein. Aber nach so einem Start in den Tag habe ich keine große Lust auf Besichtigungen.

Stattdessen fahren wir auf der N15 Richtung Süden. Es dauert zum Glück nicht lange, dann hört der Regen auf. Es ist zwar bewölkt und grau, aber wenigstens trocken. Und heute haben wir alle drei so richtig Lust aufs fahren. Es sind nur ganz kurze Pausen, die wir machen, während wir Richtung Süden fahren.




-> Unterwegs in Richtung Süden


Vorbei an Ballyshannon und Sligo (der Hauptstadt der irischen Grafschaft Sligo), wo wir kurz danach auf die N59 abbiegen, eine kleine Straße, die Spaß macht. Gegen Mittag erreichen wir Ballina, und machen dort eine etwas längere Pause. Direkt am River Moy und vor der St. Muredach's Cathedral schlürfen wir unseren Tee, und naschen ein paar Kekse.




-> Pause in Ballina, direkt am River Moy




-> Die St. Muredach's Cathedral in Ballina


Anschließend folgen wir der R319 bis auf die Insel Achill Island. Eigentlich merken wir fast gar nicht, das wir auf einer Insel sind. Wir überqueren eine kleine Klappbrücke, und schon sind wir da. Und doch ist es mit 146 km² die größte Insel Irlands.




-> Über die Brücke auf die Achill Islands


Wir folgen weiter der R319, und erreichen schließlich einen Ort Namens Dooagh. Eigentlich könnte dieses Städtchen auch irgendwo in Norwegen liegen, zumindest sieht es vom Panorama her fast so aus. Als wir aber durch den Ort rollen, bemerken wir einen gravierenden Unterschied: Hier laufen jede Menge Schafe durch die Straßen. Mitten in einer Stadt habe ich so etwas auch noch nicht gesehen.




-> Dooagh auf den Achill Islands


Wir fahren weiter, aus dem Ort heraus, bis zum Ende der Straße. Dort liegt „Keem Bay“, eine sehr schöne kleine Bucht, links und rechts eingerahmt von Felsen. Hier machen wir eine Pause, naschen ein Eis, und sehen den wenigen mutigen zu, die sich in das Wasser wagen. Andere Motorradfahren sind hier nicht. Überhaupt sehen wir nur sehr wenige andere Biker. Vielleicht ist in den Sommermonaten Juli und August hier mehr los.




-> Blick auf Keem Bay




-> An der Keem Bay




-> An der Keem Bay


Wir fahren wieder zurück, folgen der R319 bis kurz hinter Dooagh. Dort biegen wir nach rechts ab auf den „Atlantic Drive“, eine 19 km lange Küstenroute mit teilweise atemberaubenden Ausblicken und tollen Kurven. Einfach nur Klasse und absolut empfehlenswert!




-> Fahren auf dem Atlantic Drive




-> Fahren auf dem Atlantic Drive


Wir folgen einer Ministraße bis auf die Spitze des Minaun Berges, von wo aus wir trotz des nicht gerade schönen Wetters eine richtig gute Aussicht haben. Dann fahren wir weiter bis zu einer kleinen Bucht bei Camport Bay. Hier spüren wir hautnah den wilden Atlantik, der seine Wellen immer wieder mit Macht an die Küste wirft. Der Anblick ist einfach Klasse, und wir können uns kaum davon losreißen.




-> Anfahrt auf den Minaun Mountain




-> Anfahrt auf den Minaun Mountain




-> Blick vom Minaun Mountain auf Achill Island




-> Brandung am Atlantic Drive




-> Brandung am Atlantic Drive


Es ist schon früh am Abend, als wir Achill Island schließlich wieder über die kleine Klappbrücke verlassen. Die Insel hat mächtig Eindruck bei mir hinterlassen. Ich kann mir gut vorstellen, noch einmal hier her zu kommen. Zu Hause habe ich auch eine sehr schöne private Seite auf deutsch gefunden:

www.goachill.com

Bei Interesse einfach mal klicken.

Wir fahren weiter auf unserer alten Bekannten, der N59, und erreichen via Mulrany und Newport schließlich Westport. In dem dortigen Hostel „The Old Mill Hostel“ quartieren wir uns ein. Es ist in einer ehemaligen Mühle untergebracht, und richtig urig. Wir nehmen uns ein 4-Bett-Zimmer, und der Weg dorthin ist sehr verwinkelt, führt über Holz- und Metalltreppen nach oben. WC und Dusche befinden sich zwar eine Etage tiefer, dafür gibt es aber eine richtig große Küche mit Einbaumöbel, inklusive Spülmaschine(!).




-> Eingang zum The Old Mill Hostel in Westport


Das Hostel befindet sich mitten im Ortskern von Westport, und ist somit ein idealer Ausgangspunkt für einen abendlichen Spaziergang. Knapp 5.200 Einwohner zählt der Ort, und der Fluss Carrowbeg River fließt durch die Innenstadt. Wir werfen einen Blick in die St. Mary's Catholic Church, und schlendern auch kurz durch die Fußgängerzone.




-> Spaziergang durch Westport




-> Spaziergang durch Westport




-> In der St. Mary's Catholic Church, Westport




-> In der St. Mary's Catholic Church, Westport


Es ist wirklich nett hier, trotzdem sind wir froh, als wir später in den Betten liegen. Gleichzeitig freuen wir uns auf Morgen: Das Wetter soll besser werden, sogar die Sonne soll sich sehen lassen. Wir sind gespannt...





Unsere heutige Route im Überblick:






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