Motorradtour zu den Lofoten, Norwegen


3. Tag: Montag, 28.05.2007 

Markus hat den Wecker auf 6:30 Uhr gestellt, und etwas verwundert reibe ich mir die Augen. Habe ich nicht Urlaub? Aber dann erinnere ich mich: Motorrad, Norwegen, Lofoten… Wir wollen heute wieder viel fahren, mindestens 500 Kilometer, da heiβt es früh aufstehen. Drauβen ist es grau, kalt und diesig. Es sieht so aus, als würde der Himmel jeden Moment seine Schleusen öffnen. Also hat unser Vermieter wahrscheinlich doch Recht mit seiner Wettervorhersage? Wir frühstücken, beladen dann die Maschinen, und los geht es weiter Richtung Norden. Immer noch fahren wir auf der [40]. Wir wollen ja zügig hoch zu den Lofoten kommen, und so „fressen“ wir jetzt Kilometer um Kilometer, nur unterbrochen von den regelmäβigen Pausen. Zum Glück wird das Wetter immer besser: je weiter wir nach Norden kommen, umso schöner wird es. Gegen Mittag ist der Himmel strahlend blau, und die [40] verwöhnt uns mit einigen Hügelchen und zum Teil richtig schönen Kurven. Immer wieder halten wir an, um eine besonders schöne Aussicht zu bewundern. Die Vegetation wird jetzt immer sparsamer, die Bäume werden gerade noch bis 2,50 Meter hoch. Trotzdem ist alles noch grün, und wir haben viel Spaβ beim fahren. Um genau 16:02 Uhr ist es dann soweit: Wir erreichen Lappland. Ein riesiges Schild heiβt uns Willkommen. Aber Johannes, der gerade vorfährt, hört und sieht nichts, und rauscht einfach weiter. Dabei wäre das hier doch eine gute Gelegenheit für ein Erinnerungsfoto gewesen. Bei der nächsten Pause beschlieβen wir, dass derjenige, der ein Foto machen möchte, einfach anhält und fotografiert. Die anderen werden dann an geeigneter Stelle auf ihn warten. Schade, dass wir das nicht vorher besprochen hatten.





Das gute Wetter hält an, und wir beschlieβen, uns heute eine besonders schöne Hütte zu nehmen. Und wir haben Glück: Gleich beim ersten Versuch werden wir fündig. Kurz hinter Vilhelmina finden wir „Kolgardens Camping“, wunderschön an einem riesigen See gelegen. Mehrere Hütten stehen dort, nahe am Wasser, und auch gar nicht mal so teuer: 500 Kronen ist der Preis, den wir zahlen. Wir sind die einzigen Gäste heute, sitzen auf der Terrasse, genieβen die Sonne und den Ausblick auf den See, und sind zufrieden. 541 Kilometer haben wir heute geschafft, und sind unserem Ziel, den Lofoten, wieder ein ganzes Stück näher gekommen. Im Fernseher sehen wir dann noch einen Satellitenfilm vom Wetter, und siehe da: dort, wo wir heute Morgen gestartet sind, hat es geregnet. Bei uns im Norden dagegen sind die Aussichten für die nächsten Tage super: Sonne satt verspricht uns das Bild, und wir können unser Glück kaum fassen. Mit der Planung für die Route des nächsten Tages lassen wir den Tag zufrieden ausklingen.













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