Motorradtour zu den Lofoten, Norwegen


6. Tag: Donnerstag, 31.05.2007

Um halb sechs heiβt es Aufstehen, und eine Stunde später stehen wir bereits in Moskenes am Hafen. Um sieben Uhr geht das Schiff rüber nach Bodo. Es ist heute die einzige Möglichkeit, auf das Festland zu gelangen. Noch gilt hier der Winterfahrplan. Eigentlich wollten wir hier auf den Lofoten noch einen Tag verbringen, aber auch Morgen geht nur eine Fähre, und zwar um 14:00 Uhr. Das ist uns zu spät, schlieβlich müssen wir uns am Abend ja auch noch eine Unterkunft suchen. Auβerdem weht auch heute ein äuβerst starker Wind, der dem Motorradfahren doch sehr viel Spaβ nimmt. So buchen wir also unsere Tickets für insgesamt 723 Kronen bereits heute. An Bord binden wir wieder unsere Maschinen fest, dann geht es rauf an Deck.





Bei blauem Himmel genieβen wir die überfahrt teilweise hier oben, teilweise aber auch unten im Aufenthaltsraum. Es ist sehr windig, das Schiff wird mächtig durchgeschaukelt.

Vier Stunden dauert die Fahrt, dann laufen wir in Bodo ein. Diese Stadt wurde Ende des zweiten Weltkrieges von den zurückweichenden deutschen Truppen völlig zerstört, und musste anschlieβend komplett wieder neu aufgebaut werden. Als wir dort durch die Strassen rollen, spüre ich jedoch keinen Groll gegen uns deutsche. Wir entdecken einen Imbiss, und lassen uns dort die Pommes schmecken. Tages- und Nachtpreise gibt es hier, sicher ein origineller Einfall. Während wir so dastehen und essen, sind da plötzlich drei Motorradfahrer aus Norddeutschland. Es entsteht eines dieser üblichen Gespräche - woher, wohin, wie war das Wetter - und dabei stellt es sich heraus, das die drei die Küstenstrasse [17] hochgekommen sind, also genau die Strasse, die wir jetzt hinunter fahren wollen. Ihre Schilderung über Landschaften und Kurven macht uns richtig Freude auf diesen Weg.





Nach der Verabschiedung von den dreien machen wir uns also auf den Weg Richtung Süden. Die [17] ist eine Strasse, die sich von Bodo aus in südlicher Richtung immer entlang der Küste schlängelt. Wenn es mal nicht über den Asphalt weitergehen kann, dann hilft ein Tunnel oder eine Fähre. So kommt es nicht von ungefähr, das wir heute einen neuen Tunnelrekord bekommen: Zwischen Glomfjord und Storjorda fahren wir durch 6,3 Kilometer nackten Fels. Neben diversen kleineren Tunnel benutzen wir auch zweimal die Fähre. Dabei überqueren wir bei herrlichem Sonnenschein zwischen Lektvik und Kilboghamn wieder den Polarkreis, diesmal allerdings in südlicher Richtung.





Zur Feier des Tages beschlieβen wir, uns hier auf der Fähre mit Dosenbier für den Abend einzudecken. Aber 25 Kronen je 0,33 l Dose erscheint uns dann doch zuviel, und wir vertrösten uns auf Abends auf dem Campingplatz.

Diese [17] ist schon Klasse. Wir genieβen gaaaanz viel Schräglage, und das, ohne die erlaubte Höchstgeschwindigkeit überhaupt überschreiten zu können. Jede Menge superschöne Ausblicke gibt es hier, am liebsten würde ich stundenlang eine Filmkamera mitlaufen lassen. Gegen Abend nehmen wir uns in Tonnes (Nähe Kilboghamn) eine einfache Hütte. 400 Kronen legen wir dafür auf den Tisch des Hauses. Auch hier sind wir mal wieder die einzigen Gäste. Insgesamt sind wir heute 221 Kilometer gefahren, nicht schlecht, wenn man bedenkt, das wir rund 5 ¼ Stunden auf den verschiedenen Fähren verbracht haben.





Ach ja, das Bier: Hier auf dem Campingplatz wollen sie 50 Kronen pro Dose haben. So gibt es abends dann nur Mineralwasser…




Zu Tag 7



Lofoten


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