Motorradtour durch Schottland


Mittlerweile ist wieder „Normalität“ eingekehrt. Die Maschinen sind gewartet und gepflegt. Die Fotos sind sortiert, gesichtet, und zu einer Bilder-Präsentation zusammengestellt. Einen „Schottland-Abend“ mit unseren Familien und einen weiteren mit einigen Freunden haben wir auch bereits hinter uns. Genug Abstand also, um ein Fazit unserer Reise zu ziehen:


a) Reisezeit:
Mai / Juni sind zwar nicht die wärmsten Monate, dafür aber die regenärmsten. Und bis auf den Tag auf der Insel Skye war es immer trocken. Ich würde auf jeden Fall wieder zu dieser Jahreszeit nach Schottland fahren.


b) Reisedauer:
Zehn Tage waren wir vor Ort. Natürlich ist das viel zu kurz. Von der Westküste haben wir nur die Ilse of Skye gesehen, den Rest der inneren und die ganzen äuβeren Hebriden kennen wir nur von der Landkarte. Hier warten noch Insel wie Islay, Jura und Mull auf uns, genau wie Uist und Lewis. Auch im Norden auf den Orkneys-Inseln waren wir nicht. Die Westküste ist (auβer Edinburgh) ebenfalls noch ein unbeschriebenes Blatt für uns.

Man sieht: Hier ist noch jede Menge Potential für weitere Touren :-)


c) Unterkünfte:
Jugendherbergen und Backpacker – für uns waren sie wirklich ein Glücksgriff. Für die Verpflegung konnten wir dort in den Selbstversorger-Küchen selbst sorgen, und brauchten nicht immer essen gehen. Auβerdem kamen wir dort häufig mit anderen Gästen ins Gespräch. Und dieser Austausch mit Reisenden ist oft ziemlich interessant. Aber es sind einfache Unterkünfte in Mehrbettzimmern. In den Backpacker-Hostel sind es sogar Gemeinschaftsschlafräume. Wer das nicht möchte, ist in den B&B bestimmt gut aufgehoben. Uns hat es bei Ken in Aberlour sehr gut gefallen.


d) Schotten:
Die Schotten, denen wir begegnet sind, waren ausnahmslos alle nett und freundlich. Ein bisschen neugierig, aber immer höflich und nie aufdringlich. Wer die Männer in ihren Kilts sieht und die Lieder hört, die sie mit Fidel, Akkordeon und natürlich Dudelsack spielen, der spürt, dass sie ein stolzes Volk sind, stolz auf ihre Traditionen und ihre Geschichte. Die Bemühungen, die gälische Sprache wieder in ihr Leben zu integrieren, trägt auch langsam Früchte: Oft sehen wir zweisprachige Straβen- und Ortsschilder.


e) Straβen
Die Straβen waren fast alle in einem guten Zustand. Die Single-Track-Roads zu fahren war nie ein Problem, nicht zuletzt deshalb, weil es auβerhalb der etwas gröβeren Städte nicht viel Verkehr gibt. Auch an den Linksverkehr haben wir uns recht schnell gewöhnt. Morgens beim starten einmal konzentrieren, und auf der „richtigen“ Seite losfahren. Wenn man erst einmal links fährt, und in den Verkehr integriert ist, gibt es kaum noch Probleme.


f) Whisky
Man kann beim Whisky einige Parallelen ziehen, nämlich bei der Herstellung zum Bier, und beim trinken zum Wein. Der Geschmack ist sehr vielfältig: Von fruchtig bis sehr rauchig wird alles angeboten. Aber der Single Malt ist sehr teuer. Deshalb macht er beim Verkauf auch nur einen kleinen Prozentsatz aus. Der meiste produzierte Whisky wird für die Herstellung von „Blended Whisky“ benötigt, also gemischten oder verschnittenen Whisky. Das bekannteste Beispiel bei uns in Deutschland ist dafür die Marke „Johnny Walker“. Die meisten Schotten trinken dagegen „The Famous Grouse“, der zu den meistverkauften Whiskymarken in Schottland gehört.

Wer die Gelegenheit dazu hat, sollte sich eine Destillery auf jeden Fall einmal ansehen. Die wird meist in Verbindung mit einer kleinen Verköstigung angeboten. Je nach Destillery geschieht das kostenlos oder gegen einen mehr oder weniger groβen Unkostenbeitrag.










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Schottland


Intro

Tag 1

Tag 2

Tag 3

Tag 4

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Tag 7

Tag 8

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Tag 11

Tag 12

Nachtrag




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