Motorradtour durch Schottland


5. Tag: Sonntag, 30.05.10

Obwohl ich wieder früh aufgestanden bin, klappt es mit dem duschen heute Morgen nicht ganz so reibungslos. Das Hostel ist wohl ausgebucht, und vor den Duschräumen steht bereits eine Schlange. Also wird heute zuerst gefrühstückt, und anschlieβend geduscht.

Gegen 9:30 Uhr starten wir. Das Wetter ist bewölkt, aber trocken, und voller Zuversicht verlassen wir die Insel über die Skye-Bridge. Diese ist, entgegen Gerüchten und Befürchtungen, Maut frei. Wir nehmen freiwillig einen kleinen Umweg in Kauf, denn wir wollen uns das „Eilean Donan Castle“ ansehen. Hier wurde der Film „Highlander“ gedreht, und dementsprechend voll ist es.





Aber es entpuppt sich als wirklich sehenswert. Bereits auf dem Parkplatz schlägt es mich in seinen Bann. Passend zur guten Stimmung lösen sich auch die Wolken mehr und mehr auf. über einen Zuweg gelangen wir zur Burg, und sehen sie uns von innen an. Leider ist in fast jedem Raum das fotografieren verboten, zum Teil wacht sogar Personal darüber, das sich die Touristen daran halten. Schade eigentlich, hier könnte man so manchen Schnappschuss machen.





Nach fast einer Stunde Aufenthalt fahren wir weiter. Die Sonne hat sich jetzt durchgesetzt, und scheint nun vom fast blauen Himmel. Wir fahren Richtung Norden, unser nächstes Ziel heiβt „Ullapool“. über Nebenstraβen und die uns mittlerweile vertrauten Single-Track-Roads gelangen wir dorthin.







Von hier aus geht auch eine Fähre auf die Insel Lewis, die ebenfalls zu den äuβeren Hebriden gehört. Wir allerdings interessieren uns zunächst mehr fürs Benzin. Anschlieβend gönnen wir uns im „The Chippy“ noch eine Portion Fish & Chips. Der folgende Verdauungsspaziergang führt uns dann zum Hafen. Im Augenblick liegen hier allerdings nur kleine Boote. Uns ist das egal, wir wollen ja sowieso nicht mit der Fähre weiter.





Stattdessen fahren wir jetzt in östlicher Richtung. Und kommen in eine Landschaft, wie ich sie mir unter dem Begriff 'schottische Highlands' immer ausgemalt habe. Grandiose Aus- und Fernsichten bieten sich uns, und häufig halten wir an, um Fotos zu machen, und diese Landschaft in uns aufzunehmen.





Zwischendurch gibt es immer wieder eine von diesen typisch britischen, roten Telefonzellen, die einsam und verlassen mitten in der Pampa steht. Wer von hier aus wohl telefoniert?





Unser Ziel ist Culrain, und von Osten kommend, hätten wir ohne Navi sicherlich viel länger bis dahin gebraucht. Die kleinen Straβen, die wir benutzt haben, waren in unseren Karten gröβtenteils gar nicht verzeichnet. Auch Straβenschilder sind hier eher eine Seltenheit. In der Nähe der Stadt steht „Carbisdale Castle“, ein Schloss, in dem heute eine Jugendherberge untergebracht ist. Als wir es gegen 18:00 Uhr erreichen, sind wir alle sofort hellauf begeistert. In der riesigen Empfangshalle stehe jede Menge Statuen, unser Zimmer ist richtig groβ mit bodentiefen Fenstern, vor denen ein gemütliches Ledersofa steht. Auch einen „ghostroom“ gibt es hier. Dieser ist jedoch zurzeit geschlossen, dort kann nicht übernachtet werden. Wir duschen, und gehen dann in die Küche für Selbstversorger. Auch hier ist alles sehr groβzügig dimensioniert. Nach dem Essen drehen wir zu Fuβ noch eine Runde um das Schloss. Hier werden wir zwei Nächte bleiben. Morgen wollen wir einen Ausflug zur Küste machen. Zum Abschluss des Tages sitzen wir in dem riesigen Aufenthaltsraum, studieren die Karte, und legen die Route für den morgigen Tag fest. Dann genieβen wir noch eine Zeitlang das Panorama, das sich uns aus den groβen Fenstern bietet. Schon jetzt ist uns klar: Das hier ist wohl einer der besten Unterkünfte, die wir auf unseren Touren bisher hatten.







Gefahrene Strecke: Portree/Isle of Skye -> Culrain/Carbisdale Castle: 274 KM

Unterkunft: Jugendherberge Carbisdale Castle




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