Dänemark/Südschweden


8. Tag: Freitag, 07.06.13

Als ich heute Morgen aufwache, spüre ich sofort die Wärme. Unsere Hütte steht schon in der prallen Sonne, und durch die großen Glasflächen heizt sich das innere sehr schnell auf. Aber da habe ich überhaupt kein Problem mit. Ich finde das auf jeden Fall angenehmer, als das prasseln des Regens auf dem Dach zu hören…

Dementsprechend gut gelaunt sitzen wir beim Frühstück auf der Terrasse. Um uns herum erwacht der Campingplatz so langsam zum leben: Kinder schreien, Hunde bellen, einige der Camper machen sie auf dem Weg zu den Waschräumen… Ein schöner Tag kündigt sich an, und zum Glück weiß ich in diesem Moment noch nicht, dass es für ein reiner „Fahrtag“ wird, an dem wir nur stumpf Kilometer abspulen. Aber das ist vielleicht ja auch ganz gut so.





Nach dem üblichen Morgenprozedere starten wir in Richtung Helsingborg. Knapp 60 Kilometer Weg sind das, und die spulen wir recht schnell herunter. Dort angekommen, reihen wir uns brav in die Warteschlange vor dem Schalter zum Einchecken ein, bis wir weiter rechts einen ganz freien Schalter entdecken. Kurz entschlossen geben wir Gas und fahren hinüber. Ein Schwede in seinem Volvo hat just in diesem Moment die gleiche Idee. Aber wir sind einen Tick schneller, er muss bremsen, und sich dann hinter uns einreihen. Wir kaufen die Fahrkarte, und fahren auf das Schiff. Hinter uns folgt noch ein PKW aus Deutschland, der am ersten Schalter stand, dann klappt die Luke auch schon zu, und wir legen ab. Wir grinsen uns an: Das war jetzt aber perfektes Timing. Nur der Schwede in seinem Volvo, der wegen uns abbremsen mußte, der wird wohl über uns fluchen …





Die Überfahrt dauert nur eine gute Viertelstunde, es reicht gerade mal für ein Eis, dann sind wir auch schon in Dänemark. Genauer gesagt in Helsingør. Hier rollen wir vom Schiff, und haben erst einmal nur eines im Sinn: Wir wollen weg von den Unmengen Autos und LKWs, die hier unterwegs sind. Wir wollen wieder gemütlich und ruhig unsere Spur fahren, hin und wieder mal eine Pause machen, uns etwas ansehen… Wir meiden bewusst die Autobahn, und wollen Kopenhagen großräumig umfahren. Aber das ist alles leichter gesagt als getan. Es ist richtig voll hier. Auf den Landstraßen ziehen die LKWs lange Autoschlangen hinter sich her, es ist auch für uns Motorradfahrer fast unmöglich, sie zu überholen. Selbst auf den kleinen Nebenstraßen ist das nicht anders. Bis Roskilde halten wir das durch, aber dann beschließen wir, doch über die Autobahn zu fahren. So schlagen wir uns durch bis Køge. Dort machen wir zunächst eine kleine Pause, dann nehmen wir die Auffahrt zur Autobahn. Und dann heißt es einfach nur noch Kilometer fressen. Einzige Pause ist ein kurzer Fotostopp auf der Insel Farø, wo wir die wirklich schöne Brücke fotografieren.







Ansonsten fahren wir durch, bis wir Rødbyhavn erreichen. Ab hier fährt die Fähre hinüber nach Puttgarden in Deutschland. Und wieder haben wir Glück: Während wir am Schalter stehen, und unsere Ausweise vorzeigen, läuft im Hintergrund gerade die Fähre ein, und so brauchen wir nicht lange warten, sondern fahren recht schnell auf das Schiff, und dann geht es auch schon los rüber auf die Insel Fehmarn. Diese Überfahrt dauert ein wenig länger, nämlich rund 45 Minuten. Und die nutzen wir, um im Shop unsere restlichen dänischen und schwedischen Kronen auszugeben.







In Puttgarden angekommen fahren wir direkt in den Hauptort der Insel, nach Burg auf Fehmarn. In der dortigen Jugendherberge bekommen wir ein vier-Bett-Zimmer für uns allein. Wir duschen, und gehen dann zu Fuß in den Ort, wo wir etwas essen. Anschließend studieren wir noch die Straßenkarte, um einen ungefähren Kurs für Morgen festzulegen. Wir sind alle zufrieden, das dieser Tag nun vorbei ist, und wir wieder in Deutschland sind. Zwei Tage haben wir nun Zeit bis nach Hause zu kommen. Das sollte klappen … :-)


Ach ja: Eines gibt es von diesem Tag aber doch noch zu berichten: Mein Motorrad hat Jubiläum:






Und da wir ja keine Blümchenpflückertour machen, sondern eine Männerrunde sind, gibt es zum Jubiläum auch keine Blumen, sondern:






OK, aber erst am Abend :-)



Gefahrene Strecke: Röstanga -> Burg auf Fehmarn: 281 KM


Weblinks zum Tag:

Fähre „Vogelfluglinie“
JH Fehmarn






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