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Straßburg

Straßburg hat den Ruf, ein echtes Kleinod zu sein. Voller Geschichte, Fachwerk und europäischer Vielfalt. Zwei Tage bin ich in dem Ort, den ich als eine Mischung aus französischer Leichtigkeit und deutschen Prachtbauten erlebe.


Tag 1: Zwischen Münster und Kanälen

Straßburg liegt im Osten Frankreichs direkt an der Deutsch-Französischen Grenze im Elsass. Knapp 300.000 Menschen leben in der um das Jahr 600 erstmals urkundlich erwähnten Stadt.

Mein Tag startet im Herzen der Stadt, und zwar auf der „Grande Île“, der historischen Altstadtinsel und UNESCO-Weltkulturerbe. Das unübersehbare Wahrzeichen ist das Straßburger Münster (Cathédrale Notre-Dame de Strasbourg). Die gotische Sandstein-Kathedrale ragt 142 Meter empor und war damit fast zwei Jahrhunderte lang das höchste Bauwerk der Welt. Bereits die kunstvoll gestaltete Westfassade mit unzähligen Skulpturen und dem herrlichen Rosettenfenster ist einen Stopp wert.

Straßburger Münster
Straßburger Münster

Straßburger Münster
Straßburger Münster

Straßburger Münster
Straßburger Münster

Straßburger Münster
Straßburger Münster

Wer genug Puste mitbringt, sollte auf die Plattform steigen (etwa 330 Stufen, ohne Lift). Der Ausblick über die Dächer der Altstadt und die umliegenden Vogesen ist spektakulär.

Blick vom Straßburger Münster
Blick vom Straßburger Münster

Blick vom Straßburger Münster
Blick vom Straßburger Münster

Blick vom Straßburger Münster
Blick vom Straßburger Münster

Im Inneren der Kathedrale wartet die berühmte Astronomische Uhr: Punkt 12:30 Uhr erwachen ihre Figuren zum Leben und zeigen astronomische Daten sowie biblische Szenen an. Ein sehenswertes Schauspiel.

Astronomische Uhr im Straßburger Münster
Astronomische Uhr im Straßburger Münster

Astronomische Uhr im Straßburger Münster
Astronomische Uhr im Straßburger Münster

Fast direkt neben dem Dom, nur durch den „Place de Château“ getrennt, befindet sich der Rohan-Palast. Dieses zwischen 1732 und 1742 errichtete und prächtiges anzusehende Barockgebäude beinhaltet heute gleich drei Ausstellungen: Das Archäologisches Museum, das Kunstgewerbemuseum und das Kunstmuseum. Für alle drei reicht meine Zeit leider nicht, daher entscheide ich mich für das Kunstgewerbemuseum. Hier werden historisches Kunsthandwerk, Möbel und Inneneinrichtungen aus dem 18. Jahrhundert gezeigt. Auch Gemälde, Uhren, Kunst- und Goldschmiedearbeiten sowie Skulpturen werden hier präsentiert. Auch standesgemäße Unterschiede werden aufgezeigt: Der Wohnraum des Königs befindet sich auf Seite der Île und der Wohnraum des Erzbischofs auf der Seite des Hofs. Ein Spaziergang durch die verschiedenen Räume des Kunstmuseum lohnt sich wirklich.

Blick vom Dom auf den Rohan-Palast
Blick vom Dom auf den Rohan-Palast

Kunstgewerbemuseum im Rohan-Palast
Kunstgewerbemuseum im Rohan-Palast

Kunstgewerbemuseum im Rohan-Palast
Kunstgewerbemuseum im Rohan-Palast

Kunstgewerbemuseum im Rohan-Palast
Kunstgewerbemuseum im Rohan-Palast

Es ist früher Nachmittag, als ich den Rohan-Palast verlasse und mich zu Fuß auf dem Weg zum Viertel „Petite France“ mache. Das Viertel ist ein echtes Bilderbuch-Idyll. Enge Gassen winden sich vorbei an verwinkelten Fachwerkhäusern, deren Fensterbänke mit bunten Blumentöpfen geschmückt sind. Ehemals lebten hier Müller, Gerber und Fischer. Heute kann man sich entlang der Kanäle und über kleine Brücken auf den malerischen Stegen treiben lassen, kleine Boutiquen entdecken und in einem der vielen gemütlichen Café am Wasser sitzen.

Flanieren im 'Petite France'
Flanieren im „Petite France“

Flanieren im 'Petite France'
Flanieren im „Petite France“

Flanieren im 'Petite France'
Flanieren im „Petite France“

Flanieren im 'Petite France'
Flanieren im „Petite France“

Mein Weg führt mich weiter zu den „gedeckten Brücken“ (Ponts Couverts), die heute keine Dächer mehr haben, aber historisch Teil der Stadtbefestigung waren. Direkt daneben liegt der Vauban-Staudamm (Barrage Vauban) mit 13 Bögen: Die ehemalige Stauschleuse stammt aus dem 17. Jahrhundert und diente einst zur Verteidigung der Stadt. Im inneren befindet sich einer Galerie, durch die man hindurchgehen kann und auf dessen Dachterrasse man einen besonders schönen Panoramablick auf die gegenüberliegenden Ponts Couverts und das Wasserlabyrinth der Île hat. Der Blick über die Dächer und Kanäle ist wirklich sehenswert und für mich ein schöner Abschluß für meinen ersten Tages in Straßburg.

Blick auf die Ponts Couverts
Blick auf die Ponts Couverts


Tag 2: Europa, Parks und mehr

Heute wartet der modernere Teil der Stadt auf mich. Erstes Ziel: das Europaviertel. Hier schlägt das Herz der Demokratie Europas. Wer mag, kann das beeindruckende Gebäude des Europäischen Parlaments bestaunen und sich auf eigener Faust oder in einer geführten Tour über die Arbeit der Abgeordneten informieren. Auch der Europarat und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte haben hier ihren Sitz. Das Europaviertel zeigt, wie wichtig Straßburg für ganz Europa ist.

Europäischen Parlament
Europäischen Parlament

Europäischen Parlament
Europäischen Parlament

Europäischen Parlament
Europäischen Parlament

Vom Europäischen Parlament spaziere ich der Île entlang Richtung Innenstadt und komme dabei auch an der Zentrale des Deutsch-Französischen Fernsehsenders „ARTE“ vorbei. Leider wird hier keine Führung angeboten, so daß mir nur ein Blick von außen auf das Gebäude bleibt.

Fernsehsenders 'ARTE'
Fernsehsenders „ARTE"

Ich gehe weiter entlang der Île, vorbei an der Église réformée Saint-Paul (Paulskirche) mit ihren schlanken Kirchtürmen und den kunstvollen Buntglasfenstern. Ursprünglich eine deutsche Garnisonskirche, ist sie heute eine Universitätsgemeinde, die den Studierenden der Universität Straßburg offensteht.

Église réformée Saint-Paul (Paulskirche)
Église réformée Saint-Paul (Paulskirche)

Ab hier verlaße ich die Île und folge der Straße „Avenue de la Liberté“ bis zum „Place de la République“. Hier, rund um den wie ein kleiner Park angelegten Platz, befinden sich Oper, Theater und Bibliothek. Dieser Platz ist Teil der „Neustadt“, die ab 1870 nach dem Ende des Deutsch-Französischen-Krieg entstanden ist. Die breiten Boulevards und vielen Prachtbauten sind ein interessanter Gegensatz zu den traditionelle Straßburg-Sehenswürdigkeiten und zählen genau wie die „Grande Île“ zum UNESCO-Weltkulturerbe. „Neustadt“ ist übrigens auch die französische Bezeichnung dieses Stadtteils, daß auch als „deutsches Viertel“ bezeichnet wird.

National- und Universitätsbibliothek
National- und Universitätsbibliothek

Palais du Rhin (Rheinpalast)
Palais du Rhin (Rheinpalast), ehemals Kaiserpalast

Nationaltheater
Nationaltheater

Fazit

Hier endet auch meine Zeit in Straßburg. Die beiden Tage waren zwar lang genug, um einen Eindruck von der Stadt zu bekommen. Aber Straßburg ist eine Stadt für Genießer, Entdecker und Flaneure. Zwischen Fachwerk und Moderne, Kanälen und Parks, Geschichte und Gegenwart reichen zwei Tage gerade aus, um Lust auf mehr zu bekommen.



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