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Das Motorradmuseum Ibbenbüren

Im Tecklenburger Land, einem nördlichen Zipfel von Nordrhein-Westfalen, liegt die ehemaligen Bergbaustadt Ibbenbüren. Hier befindet sich seit dem Jahr 1978 ein privat geführtes Motorradmuseum.

Schild Motorradmuseum Ibbenbüren
-> Im Motorradmuseum von Ibbenbüren.

Was zunächst als rein private Sammlerleidenschaft begann, wuchs im Laufe der Zeit zu einer stattlichen Anzahl an historischen Motorrädern an. Irgendwann wurde der Platz für all die vielen Exponate zu klein und der Gründer des Museums, Robert Stockmann, kaufte im Jahre 1978 ein historisches Schulgebäude und stellte seine gesammelten Werke hier nun auch der Öffentlichkeit zur Verfügung. Nebenbei sammelte der Oldtimer-Liebhaber fleißig weitere Modelle, so dass das Gebäude im Jahre 1992 vergrößert werden musste. Heute umfasst die Ausstellung rund 180 Exponate. Außerdem finden sich hier Betriebsanleitungen, Motorradschilder, Ersatzteile und vieles mehr.

Als ich an einem Sonntagmorgen im September am Museum ankomme, ist der Parkplatz leer. Der erste Eindruck von außen ist ein wenig enttäuschend. Das wirkt recht klein und übersichtlich.

Zufahrt zum Motoradmuseum Ibbenbüren
-> Zufahrt zum Motoradmuseum Ibbenbüren.

Eingang zum Motoradmuseum Ibbenbüren
-> Eingang zum Motoradmuseum Ibbenbüren.

Ich betrete das Museum und werde an der Kasse vom Sohn des Museumsgründers, Reinhard Stockmann, begrüßt. „Du bist der erste heute“ sagt er zu mir, kassiert fünf Euro Eintritt und beginnt dann, die Lichter im Museum anzuschalten. Ein kurzer Rundblick scheint den ersten Eindruck von außen zu bestätigen, wirklich groß ist es hier wohl nicht.

Blick in die Eingangshalle
-> Blick in die Eingangshalle.

Blick in die Eingangshalle
-> Blick in die Eingangshalle.

Nachdem ich mir das OK fürs fotografieren geholt habe, beginne ich mit meinen Rundgang. Und stelle schnell fest, dass das Museum doch größer ist als gedacht. Es gibt nach hinten mehrere zusätzlichen Räume, die alle vollgestellt sind mit Ausstellungsstücken. In erster Linie sind es natürlich Motorräder, die hier stehen. Aber auch Fahrräder mit Hilfsmotoren, Mofas, Roller und auch ein Hochrad sind hier zu finden. Meine anfängliche Skepsis wandelt sich immer mehr in Begeisterung. Meine Güte, was stehen hier für Schätze!

Blick in die Zündappabteilung im Motorradmuseum Ibbenbüren
-> Ausstellungsräume im Motorradmuseum Ibbenbüren.

Ausstellungsraum im Motorradmuseum Ibbenbüren
-> Ausstellungsräume im Motorradmuseum Ibbenbüren.

Ausstellungsraum im Motorradmuseum Ibbenbüren
-> Ausstellungsräume im Motorradmuseum Ibbenbüren.

Ausstellungsraum im Motorradmuseum Ibbenbüren
-> Ausstellungsräume im Motorradmuseum Ibbenbüren.

Es ist wirklich verlockend, sich einfach mal auf so eine alte Maschine zu setzen. Aber das geht natürlich nicht. Selbst das berühren ist hier verboten und ich finde, dass sollte man als Besucher auch respektieren. Und so freue ich mich, diese alten Schätze aus allernächster Nähe ansehen zu können und natürlich Fotos davon zu machen. Manche der hier gezeigten Motorradmarken habe ich noch nie gehört, andere sind bis heute auf unseren Straßen unterwegs.

Vergessene Motorradhersteller
-> Diamant - Stock - Wanderer... diese Marken sagten mir bisher nichts.

Bis in die heutige Zeit bekannte Marken
-> Bis in die heutige Zeit bekannte Marken.

Fast zwei Stunden lang schlendere ich von Motorrad zu Motorrad, lese nebenbei die Infotafeln, die neben den Maschinen stehen, studiere Betriebsanleitungen und Werbeschilder, bestaune die Ausmaße, die so manches Teil hier hat und merke dabei überhaupt nicht, das sich im Museum mittlerweile noch weitere Besucher eingefunden haben. Diese Zeitreise hier macht mir wirklich ganz großen Spaß.

Moto Guzzi Sport 15
-> "Moto Guzzi Sport 15" aus dem Jahr 1931.

Fahrrad mit Motor der Marke 'Wanderer'
-> Fahrrad mit Motor der Marke "Wanderer".

Zündapp KS 750 Wehrmachtsgespann von 1942
-> "Zündapp KS 750" Wehrmachtsgespann von 1942.

Excelsior Sport 350 von 1929
-> "Excelsior Sport 350" von 1929.

Tornax V200 von 1952
-> "Tornax V200" von 1952.

Zündapp KS 601
-> "Zündapp KS 601".

Triumph T500 von 1930 mit Beiwagen aus Holz
-> "Triumph T500" von 1930 mit Beiwagen aus Holz.

Triumph SSK 350 von 1932
-> "Triumph SSK 350" von 1932.

Puch N von 1932
-> "Puch N" von 1932.

Eis-Speedway-Rennmaschine
-> Eis-Speedway-Rennmaschine.

Opel-Motoclub mit aufpumpbarer Sitzbank
-> "Opel-Motoclub" mit aufpumpbarer Sitzbank.
Bis 1930 baute Opel auch Motorräder.

Werbeplakat für DKW-Motorräder
-> Werbeplakat für DKW-Motorräder.

Notrufsäule für Polizei und Feuerwehr
-> So eine stand früher auch bei uns in der Straße:
Notrufsäule für Polizei und Feuerwehr.

Als ich nach gut zwei Stunden das Museum wieder Richtung Parkplatz verlasse, kommt gerade eine Gruppe holländischer Motorradfahrer vorgefahren. Jetzt wird es wohl voll im Museum und ich bin froh darüber, schon früh hier gewesen zu sein.

Mein Fazit:
Mir hat es Spaß gemacht, durch die Ausstellung zu schlendern und die vielen Exponate zu bewundern. Es ist schon erstaunlich, was hier im Laufe der Zeit zusammengetragen wurde.

Wer nun auch Lust auf einen Besuch bekommen hat, findet auf der Internetseite des Museums alle notwenigen Informationen:
Motorradmuseum-Ibbenburen.de

Wer schreibt hier?

  1. Detlev, Jahrgang '61
  2. Motorradfahrer - Wanderer - Radfahrer
  3. Hobbyfotograf
  4. Unterwegs immer mit Kamera, Block und Stift "bewaffnet"
that's me

Mehr über mich findest Du hier.

Vor einigen Jahren habe ich begonnen, mir auf meinen Touren Notizen zu machen, mal mehr und mal weniger ausführlich. Diese "TourNotizen" kannst Du Dir auf den Seiten "Motorradfahren" und "Reisen ohne Motorrad" ansehen.

Viel Spaß dabei!



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