logo tournotizen.de     
Geschichten & Bilder von unterwegs     
Gastbeitrag von Nina:

Reisebericht Hameln

Ich denke, bei fast jedem klingelt es im Ohr, wenn man den Stadtnamen „Hameln“ hört. So war es jedenfalls bei mir, als ich nach Ideen für ein Ziel für einen Wochenendtrip suchte. Nicht zu weit weg, zwei bis drei Stunden mit dem Auto wären gut. Ich wollte einfach mal alleine wegfahren.

Ein paar Ortsnamen kamen mir in den Sinn, aber bei „Hameln“ machte es "Klick". Das hatte ich doch schon mal gehört... Ach ja, „Der Rattenfängern von Hameln“. Und so hatte ich mein Ziel für mein geplantes Wochenende.
Das Hotel gebucht. Der Koffer gepackt.
Samstagmorgens: Los ging’s!

Straße in Hameln Straße in Hameln Weserbrücke mit Ratte

Die Sonne schien, als ich das Hotel „zur Krone“ gegen Mittag erreichte. Mein Zimmer war schon fertig, ich konnte mein Auto in der Tiefgarage parken und sofort einchecken. Es lief!

Alleine zu reisen war schon neu für mich, aber genau aus diesem Grund wollte ich es ja auch. Also habe ich meine Tasche geschnappt und bin einfach los. Ich trat aus dem Eingang des Hotels, was ziemlich zentral und am Rand des „Walls“ liegt. Um Hameln herum führt quasi eine Hauptstraße, wie ein Kreis / Wall. Und so lief ich einfach drauf los, um die Stadt zu erkunden.

Wegpflasterung mit Rattenmotiv Haus mit Rattenfängermotiv

Für den Abend hatte ich eine Nachtwanderung gebucht. Den Treffpunkt, den ich um 21 Uhr aufsuchen sollte, wollte ich als erstes finden, damit ich genau wusste, wo ich hin muss. Also suchte ich zuerst die Marktkirche St. Nicolai. Was ich nicht wusste, diese befindet sich in der Stadtmitte von Hameln. Win-Win! Treffpunkt gefunden und schon etwas von Hameln entdeckt. Check.

Jetzt wollte ich an die Weser! Auf dem Weg dorthin holte ich mir eine Herzwaffeln am Stiel.
Empfehlung ist hiermit ausgesprochen :D

Schmackofatz: Herzwaffeln am Stiel

Um zur Weser zu kommen, muss man den „Hamelner Kreis“, so haben ich den Wall um Hameln getauft, verlassen und diese drum herum führende Hauptstraße überqueren. Eine Unterführung gibt es auch. Direkt an der Weser gibt es dann verschiedene Restaurant und eine Beach-Bar.

Blick auf die Weser bei Hameln

Nach einem Spaziergang entlang der Weser, die Kulisse ist so wunderschön, bin ich zurück in den „inneren Kreis“, um die Stadt weiter zu erkunden. Ohne Navi, einfach mal gucken, wo ich rauskomme. Ich stiefelte los.

Hameln hat neben der großen Einkaufsstraße viele kleine, wunderschöne Nebengassen. Die Häuser sind altertümlich und so schön. Irgendwie hat die Stadt etwas verwunschenes. Wie aus einer anderen Zeit. Bis auf das neugebaute Einkaufszentrum, dass etwas Neubau-Charme beisteuert. Aber hauptsächlich besteht Hameln aus vielen kleinen Cafés, Restaurants, Läden.
Sehr sympathisch.

Ich schlenderte durch die Straßen und entdeckte das „Rattenfänger Museum“. Nichts wie rein :) Wenn ihr da seid, würde ich euch empfehlen, mal einen Blick zu riskieren. Oder auch zwei. Ich selbst bin nicht so der „Museums-Mensch“, aber wenn man schon mal hier ist, ist das ein Muss, würde ich mal behaupten. Der Eintritt ist sogar kostenlos.
UND: Ich habe herausgefunden, dass ich so groß wie ein Höhlenbär bin. SO! :D

Ebenfalls ein Muss, wie quasi in Paris den Eiffelturm zu besuchen, ist das Pfannkuchenhaus. Dazu aber später mehr, denn da war ich dann einen Tag später.

Eingang zum Rattenfängermuseum in Hameln Straße in Hameln

Nach dem Museumsbesuch bin ich noch etwas durch die Stadt getingelt. Habe mir ein Eis geholt und dabei ausgecheckt, wo ich essen gehen will. Und ich sage Euch, essen und snacken kann man hier viel :D und das ist ja so richtig meins. Also bin ich mit einem breitem Grinsen durch die Stadt getigert und hab die Läden gecheckt.

Mit der Eiswaffel in der Hand durch Hameln schlendern

Natürlich bin ich fündig geworden und habe eine fantastische Pasta mit einem Glas Rotwein und einer Maracuja-Schorle genossen. Und das in der Abendsonne. Das Lokal heißt übrigens „La Plaza“.

Ich muss zugeben, dass erste Mal alleine in einem Restaurant essen ist tatsächlich etwas komisch :) aber die Kellner waren super freundlich und ich sag mal so: Wenn einmal das Eis gebrochen ist, dann macht Euch das auch nichts mehr aus :) Obwohl man durchaus etwas abgecheckt wird, wenn man da so alleine sitzt, kann ich Euch sagen: PROBIERT ES AUS, ist eine coole Erfahrung.

Und wenn man das einmal gemacht hat, dann hat man auch keine Probleme mehr damit :) Danach war ich auch in vielen Läden ohne ein „komisches Gefühl“. Also ran da und einfach mal machen :)

Ich bin dann noch eine Runde an der Weser entlang geschlendert, dann wieder zurück ins Hotel, um mich frisch zu machen und auf die Nachtwanderung einzustimmen.

Gegen 20 Uhr bin ich wieder los. Nicht, weil ich nicht wusste, wo der Treffpunkt ist, nö, ich wollte noch eine Pommes essen :D In jeder Stadt muss einmal Eis und Pommes getestet werden. So will es das Gesetz.

Pommes auf der Parkbank essen

Mit der Pommi in der Hand bin ich dann durch das dämmernde Hameln geschlendert. Kennt ihr so laue Sommernächte? Genau so eine Nacht war es :) einfach toll.

Um 21 Uhr ging dann die Nachtwanderung los und ich kann euch sagen, ich hab noch niemals so eine coole und lustige Führung mitgemacht. Shout out an der Stelle. Die Dame hat es gerockt! So sind wir nachts durch Hameln getigert und die Dame hat uns viele Fakten, die "ACHTUNG" echt interessant waren, erzählt. Und anstelle der 75 Minuten haben wir so ca. 2 Stunden lang Hameln unsicher gemacht.

Nachtwächterführung in Hameln Nachtwächterführung in Hameln Nachtwächterführung in Hameln


Jedem, der mal alleine reist, kann ich diesen Tipp ans Herz legen: Bucht euch für den Abend etwas. Sonst hängt ihr auf dem Hotelzimmer rum und guckt Netflix. Kann man auch zu Hause ;)

Nach der Nachtwanderung habe ich mir noch ein kühles Bierchen aus der Mini-Bar gegönnt. Kann ich empfehlen, so ein Bett-Bierchen. Und dann bin ich auch schon schlafen gegangen. Ich wollte am nächsten Tag ja wieder früh los :)

Noch ein kurzer Tipp dazu:
Nehmt euch gute Schuhe mit. Meine Füße taten so weh :D



Next day:
Es sollte den ganzen Tag regnen. Natürlich hatte ich wohlweislich meinen gelben Regenmantel eingepackt ;) Drüber geschmissen und ausgecheckt. Sachen ins Auto und los ging’s.

Am Tag zuvor hatte ich schon etwas die Läden ausgekundschaftet und wusste ganz genau, wo ich frühstücken gehen will :) Noch so ein Tipp: Mal kein Hotelfrühstück buchen, wenn es passt und einfach mal auswärts frühstücken :)
Und ich kann euch sagen: Verdammt, war das gut!

In der „Die Barista“ haben ich unglaublich gut gefrühstückt. Sogar mit meiner Lieblings-Hafermilch in einem unglaublich guten Kaffee. Danach bin ich nochmal zur Weser gegangen, um „Adieu“ zu sagen. Der Anblick war einfach so schön. Nebel schlich über die Berge und an der Weser vorbei und alles war ganz still :) Wunderschön...

Und plötzlich kam die Sonne raus :) kein Regen mehr.

Frühstück An der Weser in Hameln

Am Tag zuvor war die Stadt ziemlich voll, aber als ich jetzt am Sonntag durch Hameln ging, war alles total leer und ruhig. Das war ziemlich cool, denn so konnte ich mir alles nochmal in Ruhe anschauen.

Und so entdeckte ich eine Kunst-Galerie in einer Seitenstraße. Dort wurden wunderschöne Bilder ausgestellt und ich konnte mich mit einer Künstlerin etwas unterhalten. Eine echt coole Erfahrung.

Kunst-Galerie in der Fußgängerzone in Hameln

Dann ist mir noch ein super schönes Café eingefallen, welches ich am Tag zuvor entdeckt hatte, dass „greenhouse“. Und was ist besser als ein Kaffee? Natürlich zwei Kaffee :)

Ich liebe es, neue Läden zu entdecken und neue Sachen auszuprobieren. Also hab ich super entspannt noch einen Kaffee getrunken, einen O-Saft dazu und hab ein kleines Päuschen gemacht.

Und dann bin ich natürlich zum "Hamelner Eiffelturm", dem Pfannekuchenhaus. Und Leute, ich kann euch sagen, ich bin so froh, da noch reingegangen zu sein. Das ist definitiv ein Muss! Die Location hat einfach etwas magisches. So, als wäre man plötzlich in einer ganz anderen Zeit. Und da hab ich mir noch einen Apfelpfannkuchen reingepfiffen :D wirklich reingepfiffen, der war aber so was von schnell weg.
Viel zu lecker.

Eingang zum Pfannekuchenhaus in Hameln Essen im Pfannekuchenhaus in Hameln

Auf dem Weg zum Auto bin ich extra noch durch ein paar Nebenstraßen gegangen, um einfach noch einmal Hameln auf mich wirken zu lassen. Für ein Wochenendausflug ist diese Stadt wirklich perfekt. Einfach zuckersüß und schön.

Ich bin wirklich froh, dass ich das Wochenende für mich ganz alleine genutzt hab :)
Im Auto dann eine Folge der drei ??? Fragezeichen angemacht und mit einem Grinsen auf dem Gesicht nach Hause gefahren.


Hier einige nützliche Links für deine Reise nach Hameln:

hameln.de
weserbergland-tourismus.de
wikipedia.de



 Zum Seitenanfang 

Wer schreibt hier?

Hi! Ich heiße Nina und ich bin seit März 1991 auf dieser Welt unterwegs.

that's me

Ich behaupte mal, dass ich eine kreative Person bin. Alles andere wäre bei meinem Beruf auch ziemlich schlecht, denn ich bin Mediendesignerin und Social Media Managerin & daran habe ich wirklich unglaublich viel Spaß :)

Ich liebe es zu tanzen :) Dance like nobody´s watching? Ich bin da eher bei: Dance! Und wenn alle gucken? Egal! Hauptsache du hast Spaß!
Und ich esse für mein Leben gern.

Reisen und neues zu erleben finde ich einfach toll! Und auch mal alleine unterwegs sein? Na klar! Denn eins ist klar: Wer alleine reist, ist definitiv in guter Gesellschaft :)

Habt ihr ein paar coole Reisetipps oder Orte, die ihr schon besucht habt? Dann schreibt mir doch gern bei Instagram eine Nachricht :) ich würd' mich freuen.

Liebe Grüße, viel Spaß & gute Reise :)
Nina

Instagram: nina_ringeling
 
© www.tournotizen.de