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Geschichten & Bilder von unterwegs     

Als Tourist in der Heimat:
Eine Wanderung im Münsterland auf dem R14.

Frühjahr 2020. Das Corona-Virus bestimmt unseren Alltag. Gebuchter Urlaub wurde storniert. Die Hotels und Pensionen sind geschlossen, ebenso Restaurants, Cafés... In den Urlaub zu fahren, daran ist überhaupt nicht zu denken.

Was bleibt, ist der Urlaub vor der Haustür.


Und so mache ich mich an einem sonnigen Tag früh morgens auf den Weg in Richtung Billerbeck im Münsterland. Dort ganz in der Nähe steht das Benediktiner-Kloster Gerleve. Rund um dieses Kloster gibt es mehrere Wanderwege. Ich habe mir den Rundweg-Nr.14 ausgesucht. Diese rund zwölf Kilometer lange Strecke sollte ich auch trotz längerer Abstinenz vom wandern schaffen. Wasser und kleine Snacks sind im Tagesrucksack verstaut. Meinen Wagen stelle ich auf dem recht großen Parkplatz am Kloster ab. Bevor ich aber starte, werfe ich zunächst noch einen Blick auf die Kirche des Klosters, die mit ihrem Doppelturm oben auf dem höchsten Punkt eines kleinen Hügels trohnt. Leider ist sie verschlossen, daher muss ich mich mit einen Blick auf das äußere Gebäude begnügen.

Die Kirche von Kloster Gerleve
Die Kirche von Kloster Gerleve

Nun mache ich mich aber auf dem Weg. Start der Wanderung sind die Sandsteinsäulen, die sich an der Ausfahrt des Parkplatzes befinden. Zunächst folge ich der kleinen Straße, die als Zufahrtsweg zum Kloster von der B525 dient. Aber schon nach rund 100 Meter biege ich links ab und folge der Ausschilderung des Wanderwegs X4. Hier befindet sich auch ein kleiner Bach, Honigbach genannt. Und von hier aus habe ich noch einmal einen schönen Blick auf das Dach und die Türme der Kirche.

Sandsteinsäulen am Kloster Gerleve
Start der Wanderung sind die Sandsteinsäulen an der Ausfahrt des Parkplatzes

Blick auf die Kirche von Kloster Gerleve
Blick auf das Dach und die Türme der Kirche.

Ich folge jetzt dem Weg, der zwar über Asphalt, aber zwischen Feldern hindurch führt. Hier ist der Weg Teil des Wanderweges X4 und ich brauche einfach nur diesen Beschilderungen zu folgen. Rechts und links kann ich weit über die Felder blicken.

Auf dem Rundwanderweg R14
Aussichten rechts und links des Weges

Auf dem Rundwanderweg R14
Aussichten rechts und links des Weges

Auf dem Rundwanderweg R14
Aussichten rechts und links des Weges

Nach ungefähr vier Kilometern gabelt sich mein Weg und ich folge dem linken Abzweig. Bisher gab es kaum Schatten auf meinem Weg, daher bin ich froh, dass es hier nun einige Bäume gibt. Ich überquere die Kreistrasse 52 und folge dann einem kleinen, kaum befahrenen Feldweg. Zunächst laufe ich ein Stück entlang einem Wald, anschließend führt die Route quer dort hindurch. Da ich dort einen schönen Sitzplatz finde, mache ich da auch eine kurze Rast.

Auf dem Rundwanderweg R14
Jede Menge Holz - hier war jemand fleissig

Auf dem Rundwanderweg R14
Wanderung durch den Wald. Der Schatten tut gut.

Auf dem Rundwanderweg R14
Pause mit Aussicht :o)

Mein Weg führt weiter einfach immer geradeaus, überwiegend habe ich gute Fernsicht über die Wiesen und Felder hinweg. Andere Wanderer sehe ich kaum, hin und wieder mal Fahrradfahrer, aber die meiste Zeit habe ich den Weg für mich allein. In der Ferne sind die markanten Türme des Doms von Billerbeck zu erkennen und immer wieder liegen einzelne Bauernhöfe und deren Wirtschaftsgebäude am Wegesrand.

Auf dem Rundwanderweg R14
Aussichten rechts und links des Weges

Auf dem Rundwanderweg R14
Der Weg führt auch vorbei an Bauernhöfe und deren Wirtschaftsgebäude

Auf dem Rundwanderweg R14
Aussichten rechts und links des Weges

Nach ungefähr 2/3 der Strecke führt mein Weg an Haus Hamern vorbei, einem Adelssitz aus dem 16. Jahrhundert. Auf Bildern im Internet ist zu sehen, dass es sich dabei um eine Wasserburg handelt, deren Gebäude gleich auf zwei Inseln stehen. Aber Haus Hamern ist im Privatbesitz, eine Besichtigung daher nicht möglich. Und drum herum ist das Gelände komplett zugewachsen, so das mir auch der Blick auf die Anlage verwehrt bleibt. Schade zwar, aber aus Sicht der Bewohner durchaus verständlich.

Hier überquere ich noch einmal eine Straße und folge anschliessend einer Rautenmarkierung, die mich im Zick-Zack-Kurs bis zurück zum Kloster Gerleve führt. Wieder zeigt sich der Weg abwechslungsreich, wechselt zwischen offenen Abschnitten und kleinen Waldwegen, bis er mich am Ende wieder zurück bis zum Parkplatz der Abtei führt.

Auf dem Rundwanderweg R14
Aussichten rechts und links des Weges

Am Denkmal Ludgeri-Rast
Das Denkmal Ludgeri-Rast. Hier machte der Missionar Ludgerus Rast und segnete das Münsterland.

Auf dem Rundwanderweg R14
Die letzten Meter der Wanderung führen wieder durch einen Wald

Entspannt war diese kleine Wanderung. Kaum Steigungen, ca. 2/3 des Weges verlief auf Asphalt, allerdings mit nur wenigem Verkehr. Trotzdem hätte ich mir mehr Naturwege gewünscht. Einkehrmöglichkeiten habe ich keine gesehen, aber bei knapp drei Stunden Wanderzeit ist das auch nicht unbedingt möglich. Wer möchte kann sich aber vor oder nach der Tour im Kloster-Café stärken. Sobald Corona es wieder erlaubt ...


Kleine Ergänzung:
Auf dem Heimweg halte ich mit meinem PKW noch einmal kurz am Wegesrand und genieße die schöne Aussicht auf die Abtei. Und nehme mir vor, noch einmal wieder zu kommen, wenn Corona es zulässt und ich mir Kloster Gerleve einmal genauer ansehen kann.

Blick auf das Kloster Gerleve
Blick auf das Kloster Gerleve





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