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Geschichten & Bilder aus der Kurve     

Auf der Schwäbischen Alb

Unterwegs zwischen Ulm und Hohenzollern

Wir starten unsere Tagestour in Ulm an der Donau. Die Stadt liegt am südöstlichen Rand der Schwäbischen Alb und gehört zu Baden-Württemberg. Es lohnt sich wirklich, ein wenig durch Ulm zu schlendern. Mit dem Ulmer Münster, den kleinen Gassen, den historischen Gebäuden und dem vielen Wasser gibt es einiges zu entdecken. 2024 erklärte das Meinungsforschungsunternehmen „Prognos“ Ulm übrigens zur „lebenswerteste Großstadt in Deutschland". Und wer sich hier in Ruhe umsieht, kann das zumindest optisch durchaus ein wenig nachvollziehen.

Impressionen aus Ulm
Impressionen aus Ulm

Impressionen aus Ulm
Impressionen aus Ulm

Impressionen aus Ulm
Impressionen aus Ulm

Impressionen aus Ulm
Impressionen aus Ulm

Impressionen aus Ulm
Impressionen aus Ulm

Übrigens kommen auch einige bekannte Persönlichkeiten aus Ulm: Albert Einstein, Hildegard Knef sowie Hans und Sophie Scholl sind hier geboren oder aufgewachsen. Wer Zeit und Interesse hat, kann hier ihren Spuren folgen, was sicher sehr interessant und reizvoll wäre. Wir allerdings wollen jetzt endlich Motorrad fahren. Bis zu unserem ersten Ziel sind es rund 100 Kilometer, daher folgen wir nun den Weg hinaus aus Ulm und halten uns Richtung Westen. Schon kurz nachdem wir die Ausläufer der Stadt hinter uns gelassen haben, fahren wir durch Wälder und Felder. Sattes grün umgibt uns. Die kleinen Straßen, auf denen wir unterwegs sind, haben überwiegend guten Asphalt und sind kaum befahren. Nur selten kommt uns ein anderes Fahrzeug entgegen.

Einen ersten kurzer Stopp machen wir an der L230 in Böttingen. Es ist schon recht warm heute Morgen und so öffnen wir alle Lüftungsschlitze unserer Kombi.

Stopp am Straßenrand
Stopp am Straßenrand

Wir folgen weiter kleinen Land- und Kreisstraßen mit zumeist vier-stelligen Nummern. Neben vielen Kurven wird es jetzt auch zunehmend hügelig und wir erreichen das „Gebiet der 800er“: Der Weg schlängelt sich hindurch zwischen dem Aufberg mit 810 Metern und dem Feldberg mit 838 Metern Höhe im Norden und dem Benzenberg (808 Meter) und dem Hohfleck (872 Meter) im Süden. Das hier ist definitiv keine Autobahnschaukelei, sondern macht richtig Spaß und Laune.

In Genkingen machen wir eine Tank- und Trinkpause und folgen anschließend dem Weg weiter bis Hechingen. Hier biegen wir ab auf die K7110, die uns Richtung Burg Hohenzollern führt. An einer Stelle haben wir eine schöne Sicht hinauf auf die Burg und nutzen das natürlich für ein Foto.

Blick auf Burg Hohenzollern
Blick auf Burg Hohenzollern

Wie folgen der Straße bis zum Parkplatz. Ab hier geht es für uns zu Fuß weiter. Es fährt zwar auch ein Shuttlebus dort hinauf, aber wir sind froh über ein wenig Bewegung. Ziemlich steil bergauf führt der Weg hoch bis zur Burg, die in 855 Meter Höhe thront. Zwei Vorgängerbauten der Burg Hohenzollern wurden hier in den Jahren 1267 und 1454 errichtet. Erstere wurde erobert und zerstört, die zweite verfiel im Laufe der Jahrhunderte. Die heute existierende Anlage wurde zwischen 1850–1867 erbaut und ist heute mit 300.000 bis 400.000 Besuchern pro Jahr eine touristische Attraktion. International gilt sie sogar als eine der berühmtesten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands.

Blick auf Burg Hohenzollern
Blick auf Burg Hohenzollern

Blick auf Burg Hohenzollern
Eingang zur Burg Hohenzollern

Eine ausführliche Besichtigung wollen wir nicht machen, uns würde ein Blick in den Innenhof reichen. Aber der Eintritt kostet aktuell pauschal 29,- € und das ist uns für einen kurzen Rundblick zu viel. Somit begnügen wir uns mit dem Blick von außen und machen uns auf dem Rückweg zurück zum Parkplatz. Dort gibt es ein kleines Infohäuschen, das auch Souvenirs anbietet. Wir nutzen die Möglichkeit zu einer Cappuccino-Pause, bevor wir uns wieder auf dem Weg machen. Rund 60 km sind es bis zu unserem nächsten Ziel, der Teufelsbrücke in Thiergarten. Wieder sind es kleine Straßen mit viel grün, durch die wir fahren. Kleine Ortschaften säumen den Weg und was es hier anscheinend überhaupt nicht gibt, sind Ampeln. Das ist gut für den Verkehrsfluss und wir kommen trotz der kleinen und kurvigen Wege zügig voran.

Ab Meßstetten umfahren wir den Truppenübungsplatz "Heuberg", bis wir uns ab "Stetten am kalten Markt" Richtung Süden wenden und ab hier beginnt auf der L197 dann endgültig das Kurvenparadies. In „Thiergarten“ treffen wir auf die L277, die der Donau und ihren Windungen folgt. Es scheint, als wäre die Straße von einem begeisterten Motorradfahrer gebaut worden, der für die vielen Kurven auch jede Menge an kleinen und größeren Tunneln in den Fels gehauen hat.

Auf kurvigen Straßen entlang der Donau
Auf kurvigen Straßen entlang der Donau

Auf kurvigen Straßen entlang der Donau
Auf kurvigen Straßen entlang der Donau

Kurz vor dem Ortseingang von Inzigkofen biegen wir rechts ab und folgen einem kleinen Weg bis zu einem Parkplatz, der neben dem Gelände des ehemaliges Kloster Inzigkofen liegt. Ab hier geht es zu Fuß weiter, aber die Route ist gut ausgeschildert und es ist zum Glück auch nicht weit. Dieser Fußweg ist Teil eines Wanderweges, der die Sehenswürdigkeiten rund um die kleine Ortschaft Inzigkofen verbindet. Auch einige Infotafeln sind entlang des Weges aufgestellt und bieten Informationen rund um dieses Gebiet.

Wir erreichen die Teufelsbrücke, die 19,5 Meter hoch über der Donau thront. Ursprünglich wurde die Brücke 1843 aus Holz errichtet. Diese Konstruktion wurde 1893 durch eine Steinbrücke ersetzt und ist bis heute recht spektakulär anzuschauen. Hinter der Brücke geht es weiter durch das Felsentor. Dieser Durchgang sieht zwar natürlich aus, wurde aber künstlich geschaffen. Der schönen Optik tut das aber keinen Abbruch.

An der Teufelsbrücke
An der Teufelsbrücke

An der Teufelsbrücke
An der Teufelsbrücke

An der Teufelsbrücke
An der Teufelsbrücke

Wir gehen zurück zum Parkplatz und starten unsere Maschinen. Etwas mehr als 60 km liegen nun vor uns, die wieder über kleine Straßen führen. Ziel ist der Ort Biberach an der Riß. Dort, auf dem Gigelberg, steht ein weißer Turm. Der wurde von 1476 bis 1484 erbaut und war seinerzeit Teil der Stadtmauer. Stolze 43 Meter ist er hoch und hat 9 Etagen.

Weißer Turm in Biberach
Weißer Turm in Biberach

Heute ist der Weiße Turm in Biberach der Sitz der örtlichen Pfadfinder. Und als wir davor stehen, leider verschlossen. Das ist schade, die Aussicht vom Turm soll wirklich schön sein. Aber auch vom Fuß des Turmes ist der Blick über den Ort sehenswert.

Aussicht auf Biberach
Aussicht auf Biberach

Wir gehen zurück zum Parkplatz und machen uns auf den Rückweg. Bis Ulm sind es circa 50 km. Tiefhängende, dunkle Wolken begleiten uns jetzt auf den Heimweg, aber es bleibt trocken und wir erreichen ohne weiteren Stopps unsere Unterkunft.


Eine schöne Tagestour war das, die auf kleinen Wegen durch Feld und Wald führte. Und auch die Kultur kam nicht zu kurz. Wer möchte, kann für die Burg Hohenzollern mehr Zeit einplanen und sich dort unter anderem auch die Schatzkammer ansehen. Die enthält neben vielen anderen besonderen Stücken auch die mit Brillanten und Diamanten verzierte Krone von Wilhelm II, dem letzten Deutschen Kaiser.



Parken mit dem Motorrad



Das Parken mit dem Motorrad kann schnell Fragen aufwerfen: Zwei Tickets kaufen, auch wenn beide Motorräder auf einem Parkplatz stehen? Wo und wie soll das Ticket befestigt werden? Kann ich mich als Motorradfahrer auch einfach an den Straßenrand oder auf dem Bürgersteig stellen? Hier gibt es Antworten.

Zum Artikel "Motorradparkplätze"

Wer schreibt hier?

  1. Detlev, Jahrgang '61
  2. Motorradfahrer - Wanderer - Radfahrer
  3. Hobbyfotograf
  4. Unterwegs immer mit Kamera, Block und Stift "bewaffnet"
that's me

Mehr über mich findest Du hier.

Vor einigen Jahren habe ich begonnen, mir auf meinen Touren Notizen zu machen, mal mehr und mal weniger ausführlich. Diese "TourNotizen" kannst Du Dir auf den Seiten Deutschland und Europa ansehen.

Viel Spaß dabei!


Tipps zum Motorrad fotografieren

Wer Motorrad fährt, möchte auch schöne Fotos von sich und seiner Maschine haben. Hier findest Du einige Hinweise und Tipps für Deine ersten Motorrad-Bilder mit dem Smartphone.





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