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Greetsiel: Mehr als Windmühlen und Fischkutter

Greetsiel ist der wohl meist besuchte Ort in Ostfriesland. An der Westküste, ca. 30 Autominuten von Emden entfernt gelegen, hat der Ort jede Menge Freunde, besonders in NRW. Tatsächlich gibt es viele, die den Ort nicht nur dem Namen nach kennen, sondern sogar schon einmal dort waren. Insbesondere die Zwillingsmühlen und der Kutterhafen werden dann immer wieder genannt.
Also machen wir uns auf gen Norden und gucken uns das auch mal an





Wer mit dem eigenem Fahrzeug anreist, läßt das außerhalb des Ortes auf einen großen Parkplatz stehen und macht sich zu Fuß auf Richtung Greetsiel. Und kommt dann sogleich an den beiden Windmühlen vorbei: Die eine ist rot und beinhaltet ein Café und einen Mühlenladen, in der anderen, grünen, befindet sich eine Teestube.

Die rote Windmühle in Greetsiel
Schon vom Parkplatz aus zu sehen: Die rote Windmühle

An den beiden Mühlen vorbei gehen wir weiter Richtung Ort, passieren eine Brücke, von der aus man auf der rechten Seite das "Schöpfwerk-Haus" steht. Dieses heute unter Denkmalschutz stehende Gebäude diente einst zur Entwässerung des Binnenlandes.



Immer der Strasse folgen

Blick das Schöpfwerk-Haus
Blick das Schöpfwerk-Haus

Linker Hand ist ein kleiner Bootssteg, von dem aus in den wärmeren Monaten Bootstouren durch die kleinen Kanäle angeboten werden. Das würde mich durchaus reizen, aber wir sind im November hier, da ist das kleine Kassenhäuschen leer und verschlossen. Daher gehen wir weiter, halten uns an der Gabelung links, vorbei an dem Souvenirgeschäft und folgen der schmalen Straße Richtung Ort. Und hier tauchen dann rechts und links Geschäfte auf, teilweise Bekleidung, teilweise Mitbringsel, auch ein Gummibärchenladen gibt es hier und sogar einen Afrika-Shop.


Afrika-Shop in Greetsiel
Afrika in Ostriesland

Wir folgen dem Weg und laufen dabei direkt auf die reformierte-evangelische Marienkirche zu. Von 1380 soll sie sein und wenn ich mir dieses leicht schiefe und vom Wind gebeugte Gebäude ansehe, dann glaube ich das sofort. Der Glockenturm lehnt nicht direkt an der Kirche, sondern steht ein wenig abseits. Das ist nicht untypisch hier für den Norden. Leider ist die Kirche verschlossen, ich hätte gerne mal einen Blick hineingeworfen.


Marienkirche in Greetsiel
Die Marienkirche in Greetsiel

Marienkirche in Greetsiel
Die Marienkirche in Greetsiel

Wer hier an der Kirche geradeaus geht, der kommt zur Touristeninformation. Wir aber lassen die Kirche im wahrsten Sinne des Wortes "links" liegen, folgen dem rechtsknick der Straße und kommen sozusagen zum Höhepunkt des Ortes: Der Sielstraße, deren Häusern mit wirklich sehr schönen und abwechslungsreichen Hausfronten versehen sind. Hier bekommt man sehr leckeres Eis, hier befindet sich die Teestube "Poppinga's Alte Bäckerei", die gleichzeitig auch ein Museum ist, hier gibt es Restaurants für den kleinen und großen Hunger und hier laden Bänke zum sitzen und gucken ein.


Blick auf die Sielstrasse
Häuser in der Sielstrasse

Wer genug hat vom sitzen, essen und gucken geht einige Schritte weiter zum Hafen und bewundert die Krabbenkutter, von denen eigentlich immer einige vor Ort liegen. Hier in Greetsiel soll Deutschlands größte Kutterflotte liegen. 25 Schiffe sind es, die einmal im Jahr auch Touristen mitnehmen. Dann findet hier nämlich der "Greetsieler Kutterkorso" statt, ein ganz großes Spektakel.


Der Hafen von Greetsiel
Der Hafen von Greetsiel

Der Hafen von Greetsiel
Der Hafen von Greetsiel

Der Hafen von Greetsiel
Der Hafen von Greetsiel

Wir folgen dem Weg am Hafen entlang, der sich nun rechts von uns befindet. Links laden noch einige Geschäfte und Cafés zum verweilen ein, aber wir halten uns hier nicht auf, sondern gehen geradeaus weiter. Von hier aus machen wir nun eine kleine Wanderung zum Sperrwerk Leysiel. Eigentlich braucht man hier immer nur dem Weg folgen, nur an einer Weggabelung rechts halten und dann immer weiterlaufen. Greetsiel bleibt hinter uns, dafür sind nun rechts und links Wiesen und Felder, später noch ein Deich, auf denen die Schafe blöken und uns hinterher sehen. Wir befinden uns im Naturschutzgebiet Leyhörn. Unmengen von Vögel fliegen hier und es ist ein ständiges Schwirren und Schreien in der Luft. Riesige Schwärme fliegen gleichzeitig auf, verdunkeln dann den Himmel, bevor sie sich wie auf ein Kommando wieder auf den Wiesen niederlassen.


Im Naturschutzgebiet Leyhörn
Zu Fuss durch das Naturschutzgebiet Leyhörn

Im Naturschutzgebiet Leyhörn
Zu Fuss durch das Naturschutzgebiet Leyhörn

Im Naturschutzgebiet Leyhörn
Zu Fuss durch das Naturschutzgebiet Leyhörn

Im Naturschutzgebiet Leyhörn
Zu Fuss durch das Naturschutzgebiet Leyhörn

Irgendwann erreichen wir dann das Sperrwerk Leysiel. Hier befindet sich die Seeschleuse, durch der alle Boote aus Greetsiel fahren müssen, wenn sie in die offene Nordsee möchten. Der Vorteil ist, dass die Schiffe durch diese Schleuse unabhängig von Ebbe und Flut hinaus auf die Nordsee fahren können.


Das Sperrwerk Leysiel
Das Sperrwerk Leysiel

Das Sperrwerk Leysiel
Das Sperrwerk Leysiel

Das Sperrwerk Leysiel
Das Sperrwerk Leysiel

Wir überqueren das Sperrwerk und folgen dem Weg zurück Richtung Greetsiel. Ein paar Meter weiter fährt ein Kutter Richtung Sperrwerk, die Segel gleiten zwischen dem Gras hindurch, das sieht schon ein wenig unreal aus.




Bald darauf erreichen wir wieder Greetsiel. Am Ende des Hafens machen wir einen Schwenk nach links und gehen über eine kleine Brücke, unter der sich das alte Sieltor befindet. Rechts davon befindet sich ein Kanal, "Neues Greetsieler Außentief" genannt. Anschließend kommt ein kleiner Platz, "Am Markt". Und spätestens hier kann dann der große Hunger gestillt werden. Ein Restaurant steht hier neben dem anderen, da ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.


Neues Greetsieler Außentief
Blick auf das neue Greetsieler Außentief

Greetsiel 'Am Markt'
"Am Markt" in Greetsiel

Von hier aus gehen wir zurück Richtung Parkplatz. Wieder vorbei an den Geschäften, über die kleine Brücke und entlang der Mühlen erreichen wir bald darauf unseren PKW. Wenn wir schon mal hier in der Gegend sind, wollen wir uns eine andere Sehenswürdigkeit hier nicht entgehen lassen: Den Pilsener Leuchtturm.


Der Leuchtturm von Pilsum

Der Pilsumer Leuchtturm ist vielen gut bekannt als der "Otto Turm". Ungefähr vier Kilometer sind es von hier bis zu dem kleinen Parkplatz, von dem aus der Turm bequem zu Fuß zu erreichen ist.


Der Pilsumer Leuchturm
Der Pilsumer Leuchturm

Wer den Film "Otto der Außerfriesische" gesehen hat, wird den Leuchtturm sofort erkennen. Und auch, wer den Film nicht kennt, wird wohl gleich gefallen an dem kleinsten Leuchtturm Deutschlands finden. Gelb-rot geringelt steht er da und dient sogar als Standesamt. Hier kann tatsächlich geheiratet werden und es gibt nicht wenige, die das auch machen. Nach der Trauung kann das Brautpaar dann ein Schloß mit Namensgravur an dem "Schloßpark" direkt neben dem Turm befestigen. Das ist ein Gitter, und dieses ist schon über und über mit den kleinen Schlössern behangen.


Der Pilsumer Leuchturm

Der Pilsumer Leuchturm

Der Pilsumer Leuchturm
Der Pilsumer Leuchturm

Wir genießen noch ein wenig die Aussicht, die sich hier bietet. Dann gehen wir zurück zum Parkplatz und sind uns einig: Ein Besuch von Greetsiel und dem Otto-Turm lohnen sich.


Greetsiel am Abend

Mittlerweile ist es dunkel und wir fahren noch einmal nach Greetsiel. Ich habe gehört, dass der Ort recht schön beleuchtet sein soll. Also gehen wir noch einmal auf Fotopirsch. Hier eine kleine Ausbeute:


Greetsiel am Abend

Greetsiel am Abend

Greetsiel am Abend

Greetsiel am Abend

Greetsiel am Abend

Greetsiel am Abend

Greetsiel am Abend

Greetsiel am Abend
Greetsiel am Abend

Greetsiel gehört sicher zu den schönsten Orten an der ostfriesischen Küste. Damit aber auch zu den meistbesuchten. In den Sommermonaten herrscht hier ein ordentliches Gedränge. Aber in der Vor- oder Nachsaison kann man recht entspannt durch die Straßen schlendern.

Zum Abschluß noch einige Impressionen von Greetsiel:













Bilder aus Greetsiel





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Kurzinfo Greetsiel

Weiterführende Links:

greetsiel.de
greetsiel.org
wikipedia.de


Übrigens: Dort oben im Norden sagt man "Moin". Und das zu jeder Tages-und Nachtzeit. Wer "Moin Moin" sagt, hat sich sogleich als Tourist geoutet. Oder als Zugezogener, der es immer noch nicht gelernt hat.

 
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